Goldcup 2007 – 16.-18. August 2007
Der Goldcup in Kerteminde ist vorbei. Der Pokal ist ausgesegelt, die Sieger sind geehrt, Segler und Boote wieder zu Hause, die Ausrichter zufrieden und froh, dass es auf dem Land und zu Wasser alles gut geklappt hat.
In Kerteminde wurden 61 Boote zum Goldcup gemeldet (38 DEN, 16 GER, 6 SWE, 1 FIN) und entsprechend „woolig“ war es auf dem Gelände mit den Trailern und Campern, im Hafen und am Kran, an der Startlinie und überhaupt… Mit einer wunderbaren Gelassenheit haben die Helfer vom Kerteminder Sejlklub (KS) alles „gemanegt“. Hut ab. Es war direkt „hügelig“.
Dr. Robert Winkler, unser neuer Flottenkapitän, bringt immensen Schwung in die Flotte auf der Flensburger Förde und geht mit gutem Beispiel voran. So hat er nicht nur die Weichen dafür gestellt, dass der Flensburger Segel Club den Goldcup 2008 ausrichten wird, sondern hatte auch sein Folkeboot „Dr. Pepper“, F 852, gemeldet für den Goldpokal in Kerteminde. Neben Werner Erdbrink sollte mein Mann Ketel Petersen unbedingt mitsegeln, damit sich Skipper und Vorschoter einspielen können, denn am Horizont erscheint schon die Regatta in San Francisco im September, zu der Robert auch gemeldet hat. Als Ehefrau und begeisterte Schönwetterseglerin war ich gerne bereit, die landseitige Logistik in Kerteminde für unser kleines Team zu übernehmen. Es war schön, die große Folkebootfamilie so intensiv zu erleben und ich freute mich, wenn sich „meine“ hungrigen Segler und Gäste unter dem Partyzelt an unserem Wohnwagen einfanden und über Trimm, Taktik, Wetterprognosen, Vermessung und Platzierung sprachen. Tagsüber, wenn die Segler auf dem Wasser waren, hatte ich ein abwechslungsreiches Programm. Nach dem Aufklaren machte ich beispielsweise eine Fahrradtour entlang der Küste, riskierte bei 17 ° C ein Bad im Großen Belt mit Sicht auf „Storebælt Broen“ und beobachtete durch das Fernglas die Wendemanöver an der Luvtonne. Ich ging bei Super Brugsen für den Abend einkaufen, sah mir den Aushang am Clubhaus mit den Ergebnissen an, machte meine Fotos, wurde auch Zeugin als ein Schiff mit Ruderbruch gekrant oder ein Segler mit einer Platzwunde am Kopf an Land gebracht werden musste… Die Preisverleihung mit dem Festessen im schönen Clubhaus des KS war ein Höhepunkt. Der älteste und der jüngste Segler, die Crew mit dem einzigen Natur-Holzboot und die Segler von drei Nationen ( DEN, SWE, GER) in der errechneten Silberfleet bekamen Sonderpreise. Auch bester GER auf Platz 4: „Paula“ F-466 mit Walther Furthmann, Paul Furthmann und ? (Yacht Club Strande) erhielt ihren Preis. 3. wurde „Astrea“ DEN 959, Lars Tjørnvig (Kolding Sejlklub), 2. „Cancan“ DEN 826, Per Hovmark (Thistel Sejlklub) und 1. Platz „SIF“ DEN 994 mit Søren Kästel (SAS=Skælskør Amatør Sejlklub auf Süd-Seeland). Den Goldpokal aus 1 kg purem Gold nahm der Segelclubvorsitzende vom SAS entgegen, denn den Pokal erhält der Club, dessen Mannschaft gewinnt. (Die Liste mit den Platzierungen kann abgerufen werden unter www.ks-f.dk.)
Gerne denke ich an das Gespräch über die Geschichte des Pokals mit Ulf Kipcke zurück (Platz 8; 3. bester GER).und an die strahlenden Gesichter aller Gewinner.
Unvergessen bleibt der Donnerstag Nachmittag als wir als Delegation des FSC zusammen mit Kai und Ingeborg Meesenburg bei strömendem Regen viele Stegbiere (9X12,5 l) ausgaben und Einladungen für 2008 verteilten. Wir trugen dazu unsere schicken Poloshirts, die mit den Terminen 2008 nach Glücksburg bedruckt waren und die schon Begehrlichkeiten weckten.
Super war auch der Empfang bei Erik Andreasen in seiner Bootfabrik. Wir saßen auf Mastrohlingen an ebensolchen Tischen und wurden beköstigt mit Tappas und diversen Getränken. Eine Crew aus Schweden trug ein selbst gedichtetes Lied auf Erik vor und wir Gäste stimmten in den Refrain mit ein und ließen Erik hochleben.
Ob ich es bedauert habe, selbst nicht mitgesegelt zu haben? Keineswegs, denn bis zu 7 Windstärken, Böen, Strom und Welle über 6 Stunden am Tag und das 3 Tage lang – das ist dann doch zu viel für mich. Meine Bewunderung gilt den aktiven Seglern und Seglerinnen und mein Dank der tollen Kameradschaft unter allen Teilnehmern. Die Regattaleitung des KS und seine Restauration haben einen wirklich tollen Job gemacht. Tak for all. Gudrun Gießler-Petersen, FSC, Glücksburg.